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Esche, Kirsche, Kork
und rare Pigmente

Drei Londoner Designer beweisen mit einem Mix aus skulpturalen Entwürfen, Retro-Look, Moderne und ungewöhnlicher Verarbeitung, dass Naturmaterialien kaum zu toppen sind.

DER MUTIGE: WILLIAM WATERHOUSE

Der multidisziplinäre Designer studierte Skulptur am Wimbledon College of Arts und entwirft Möbel und Installationen in seinem Atelier in Peckham, einem Viertel im Süden Londons. „Mich interessieren Bewegung und Mechanisierung“, sagt William Waterhouse. „Es geht mir auch darum, unterschiedliche Holzarten zu erkunden und mit ihren individuellen Gestaltungsmöglichkeiten zu experimentieren.“ Zu seinem Portfolio gehören eine kinetische Skulptur aus Eschenholz, ein sechseckiger Tisch, ebenfalls aus Esche, sowie ein Tagesbett aus Kirsche, dessen Matratze mit einem handgedruckten Stoff seiner Partnerin Louisa Loakes bezogen ist.

Mehr unter www.waterhousewilliam.com



DER FARBEXPERTE: PEDRO DA COSTA FELGUEIRAS

Seine portugiesische Heimat, in der Kunsthandwerker noch nach alten Traditionen arbeiten, hatte einen nachhaltigen Einfluss auf den Lack- und Farbspezialisten Pedro da Costa Felgueiras. Er stammt aus Lissabon, studierte Interieurdesign und lebt seit 1990 in London. Seine ganze Passion gilt der Wiederbelebung von verloren gegangenen Methoden der Farb- und Lacktechnik. In seiner Werkstatt im Ostlondoner Stadtteil Hoxton stapeln sich Glasgefäße mit alten, rar gewordenen Farbpigmenten. Hier restauriert er Möbel und mischt Farbe für die Wände historischer Häuser. Außerdem entwirft er Gefäße, deren Form er aus der Borke portugiesischer Korkeichen gestaltet. Mit vergoldetem Rand oder mit einer kupfergrünen Patina glasiert – es sind schlichte, dekorative Objekte von charakteristischer Integrität.

Mehr unter www.lacquerstudios.com



DER NACHHALTIGE: SEBASTIAN COX

„Wir wollen die Welt ein wenig verändern mit schönen Objekten, von denen man weiß, wie sie entstanden sind, die unabhängig von Modetrends sind und die ein Leben lang halten.“ Sebastian Cox ist der festen Überzeugung, dass umweltbewusstes Design sehr spannend sein kann. Der 28-jährige Möbelmacher, der in Woolwich unweit der Flutsperre Thames Barrier arbeitet, wurde nach einem Möbeldesign-Studium in Lincoln durch sein Mobiliar aus Altholzbeständen bekannt. Heute prägen reduzierte, klassisch wirkende Formen seine Handschrift. Seine Holztische und Stühle sind perfekt proportioniert und ungekünstelt. Cox spricht mit Leidenschaft über wenig benutzte Hölzer wie Kirsche und Roteiche aus britischen Wäldern: „Kirschholz duftet wunderbar, es gibt viel davon, und es ist gut durchgetrocknet.“

Mehr unter www.sebastiancox.co.uk

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