Was für's Auge

Wasted Matters, Wegner-Möbel und ein Bungalow Germania: Es gibt so viel zu sehen! Diese Design-Ausstellungen und -Messen sollten Sie nicht verpassen.

Ein Last-Minute-Design-Trip sollte in diesen Tagen in die Schweiz führen: zur Design Miami Basel, die noch bis zum 22. Juni in die Messehalle einlädt. Parallel zur Art Basel zeigen mehr als 50 Galerien aus Europa, Amerika und Asien Antiquitäten, Vintage- und Editionsmöbel, Einrichtungsobjekte und Schmuck – jedes Exponat erzählt ein Stück Designgeschichte. Die Sonderausstellung Designs On/Site, von vier Galerien bespielt, legt ihren Fokus auf zeitgenössische Arbeiten. Design At Large präsentiert sechs große Installationen, die der amerikanische Creative Director Dennis Freedman kuratiert hat. Designer Konstantin Grcic ist mit einer Architektur-Installation für den neuen Audi TT vertreten. Und Ronan Bouroullec und Camille Blin veranstalten mit Studenten einen Workshop mit dem Titel „Wool we Trust“.


Mit Materialien beschäftigt sich auch eine Ausstellung in der Droog Gallery in Amsterdam. Bis zum 29. Juni läuft hier die Design Column „Wasted Matters“. Junge Designer blicken auf unseren Umgang mit Ressourcen, verwenden Recyceltes und experimentieren mit neuen, organischen Materialien.


In Dänemark können Sie bis zum 2. November einen Altmeister des Möbeldesigns neu kennenlernen: Das Designmuseum in Kopenhagen widmet Hans J. Wegner zu seinem 100. Geburtstag eine große Ausstellung. Ihr Titel: „Just one good chair“. 1952 sagte Wegner: „Ach, könnte man im Leben nur einen einzigen guten Stuhl entwerfen – aber das geht eben nicht.“ Sein Leben lang hat er nach dem perfekten Sitzmöbel gesucht. 3500 Möbelstücke entwarf er, 500 davon gingen in Produktion. Darunter sein populärer „Y-Chair“ von 1950 und sein „Round Chair“, der 1960 dank eines Fernsehauftritts berühmt wurde: John F. Kennedy und Richard Nixon bestritten auf ihm die erste Live-Konfrontation der Fernsehgeschichte.


Bei der Architektur Biennale in Venedig zeigen bis zum 23. November 65 Länder in ihren Pavillons, was sie zum Motto „Absorbing Modernity 1914-2014“ beizutragen haben. Der diesjährige Direktor Rem Koolhaas hat zum ersten Mal eine konkrete Aufgabe gestellt. Die deutsche Antwort liefern die Architekten Alex Lehner und Savvas Ciriacidis, die zwei Gebäude in einer architektonischen Montage zusammenführen: den deutschen Pavillon in Venedig selbst, erbaut 1938 unter den Nationalsozialisten, und den Bonner Kanzlerbungalow von Sep Ruf aus dem Jahr 1964. Dabei entsteht etwas ganz Neues. Ein „Bungalow Germania“. Spannend!

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