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Ort und Zeit: Dimensionen von Design

Gibt es ein afrikanisches Design? Ist Design im digitalen Zeitalter für alle da? Wie wandelt sich der Wert von Design? Drei sehenswerte Ausstellungen widmen sich diesen Fragen – in Weil am Rhein, Ingolstadt und New York

Making Africa. A Continent of Contemporary Design, Vitra Design Museum, Weil am Rhein, bis 13. September 2015

Ein einzigartiger Schatz an Quellen liegt der Ausstellung „Making Afrika” zugrunde. In einer zweijährigen Recherchephase wurden in afrikanischen Metropolen wie Lagos, Dakar, Kapstadt, Kairo und Nairobi rund 70 Designer, Künstler, Wissenschaftler und Architekten interviewt. Auf dieser Grundlage entwickelten Amelie Klein, Kuratorin des Vitra Design Museums, und Okwui Enwezir, Direktor vom Haus der Kunst in München, eine Schau, die Afrikas Errungenschaften aufgreift – und einen optimistischen Blick auf den Kontinent wagt. Zu den gezeigten Arbeiten von über 120 Künstlern und Designern zählen unter anderem die Brillenskulpturen des kenianischen Künstlers Cyrus Kabiru und die Möbel des malischen Designers Cheick Diallo, sowie die Architektur von Francis Kéré, David Adjaye und Kunlé Adeyemi.


This is for Everyone: Design Experiments for the Common Good, Musem of Modern Art, New York, bis 31. Januar 2016

Bei der Eröffnungsfeier für die Olympischen Spiele in London 2012 saß Tim Berners-Lee, der Erfinder des Internets, inmitten des riesigen Stadions an einem Schreibtisch. Er tippte vier Worte in seinen Computer, die auf die Ränge projiziert wurden: This is for Everyone. Das ist für alle. Das MoMA in New York greift diesen Gedanken auf und fragt: Ist Design im digitalen Zeitalter für alle? Die Ausstellung bringt dafür Werke aus der eigenen Sammlung zusammen – sowohl solche, die diesem Versprechen huldigen als auch jene, die sich mit der Kehrseite beschäftigen. Zu sehen sind etwa die Icons, die Susan Kare für die Benutzeroberflächen von Betriebssystemen entwickelt hat und die Gefäß-Serie Botanica vom Studio FormaFantasma.


Rething. Designobjekte im Wertewandel, Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt, bis 7. Juni 2015

Aus Computerbildschirmen entsteht der „Apple Turm von Babel“. Der Eiermann-Mehrzweckstuhl und die Stehlampe Charleston landen stattdessen als „Werteabfall” auf dem „Müll“. Das Museum für Konkrete Kunst hat Studierende der Hochschule München gebeten, die Exponate aus den Depots der Designsammlung vor dem Hintergrund des Wertewandels neu zu inszenieren. „Wir wollen mit unserer Ausstellung anschaulich, unkonventionell und provokativ vermitteln, dass unsere Wertevorstellungen von Designobjekten aus unterschiedlichen Gründen subjektiv und im Wandel sind“, erklärt die Projektgruppe. Dabei nehmen sie sich sowohl bekannte Designklassiker als auch seltene Schätze vor.

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