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Buchtipps: Einblicke, Ausblicke

Kreative, die ihre Wohnung mit der gleichen Leidenschaft inszenieren wie sonst Schaufenster oder Bühnenbilder. Städtische Dächer, die zu grünen Lebensräumen werden. Und legendäre Hotels, in denen einst die großen Dichter und Denker logierten: Unsere Buchtipps.

ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH

Ein Ledersofa von Arne Jacobsen, ein Holztisch von Tom Dixon – und eine Wandgestaltung, die mit der Tiefe des Raumes spielt: Der Kreativdirektor Jean Christophe Aumas hat sich in Paris ein Heim voller optischer Täuschungen und spannender Sammlungen geschaffen. Der Bewohner entwirft Schaufensterdekorationen für große französische Modeunternehmen. Kein Wunder also, dass auch sein Domizil alle Blicke auf sich zieht. Die Hamburger Autorin Kerstin Rose hat ihn und 18 weitere Kreative aus ganz Europa zusammen mit dem Fotografen Christian Schaulin besucht. Die beiden haben zum Beispiel einen ehrwürdigen Stadtpalazzo in Neapel kennen gelernt, in dem Wandmalereien und Holzvertäfelungen von 1780 auf Möbel aus den 1970ern treffen. Wo Alt und Aktuell eine gelungene Symbiose eingehen. Sie haben einen Setdesigner in seiner Wohnung in Amsterdam angetroffen, die wie ein großes Bühnenbild daherkommt und vor allem durch spektakuläre Wandinstallationen wirkt. Rose und Schaulin waren für ihren Bildband in etlichen Altbauwohnungen, in Landhäusern und Lofts. Das Buch ist ein Kaleidoskop vielfältigster Lebensräume- und stile. Voller Individualität und unkonventioneller Lösungen. Sehr sehenswert!


Kerstin Rose: Rooms – Zuhause bei Kreativen, Gestaltungsideen für individuelle Interiors, Deutsche Verlags-Anstalt, 192 Seiten, 39,99 Euro




DEM HIMMEL SO NAH

Wer ein Gemüsebeet, eine großzügige Terrasse oder gar einen Pool anlegen möchte, braucht nicht unbedingt ein Haus mit Garten, draußen auf dem Land. Ein Dach kann völlig ausreichen, inmitten einer Metropole – und so viel schöner sein! Der Landschaftsarchitekt Ashley Penn hat sich für seinen Bildband auf die Suche begeben und beeindruckende Beispiele gefunden. Ob in New York, Kalifornien, Toronto, Mailand oder London: Die Besitzer haben ihre Rooftops in ein Stück vom Paradies verwandelt. Die einen lassen es üppig blühen und ernten, was der Dachgarten eben so hergibt. Die anderen haben sich opulente Lounge-Areas eingerichtet, die minimalistisch von Pflanzen-Arrangements eingefasst werden. Wer „Living Roofs“ durchblättert, ahnt, wie einzigartig es sein muss, zwischen Himmel und Erde zu leben. Wie frei man sich über den Dächern der Stadt entfalten kann.


Ashley Penn: Living Roofs, teNeues, 224 Seiten, 39,90 Euro



VON DICHTERN UND DENKERN

Thomas Mann besuchte seine kranke Frau Katia einst im Waldsanatorium Davos, wo sie ihre Tuberkulose kurierte – und ließ sich von der Umgebung zu seinem Roman „Der Zauberberg“ inspirieren. Heute ist das Waldsanatorium ein wunderschönes Waldhotel. Rainer Moritz und Andreas Licht (Fotos) widmen ihm einige Seiten in ihrem Bildband „Der schönste Aufenthalt der Welt“. Darin begeben sie sich auf die Spuren der Dichter und Denker und beschreiben, was heute noch von der Atmosphäre legendärer Hotels zu spüren ist, in denen Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, John le Carré, Franz Kafka, Oskar Wilde oder Hermann Hesse einst logierten. Wie ist es im Hotel Gabrielli in Venedig, im Vier Jahreszeiten in Hamburg, im Chateau Le Cagnard in Cagnes-sur-Mer?


Rainer Moritz & Andreas Licht: Der schönste Aufenthalt der Welt, Dichter im Hotel, Knesebeck, 224 Seiten, 34,95 Euro

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