Chromos-Karaffen_und_-Wassergl__ser_von_Scholten___Baijings__und_Verreum____Scholten___Baijings_2014.jpg
Meltdown-Leuchten_von_Johan_Lindsten_f__r_Capellini.jpg
Garderobenhaken_Bulb_von_Kaschkasch.jpg
L__ster_RondoFano_von_Isabel_Hamm_f__r_Buschfeld_Foto_Ralph_Klein.jpg
Glas-Skulptur_Be_Careful_von_Sabine_Delafon.jpg
Hybrid-Tische__Sublimazione__von_Ron_Gilad_f__r_Glas_Italia.jpg
Bell-Couchtisch_von_Sebastian_Herkner_f__r_Classicon.jpg
Elements_f__r_J.Hill_s-Standard_Designer_Scholten___Baijings_Photography_Tom_Brown.jpg
Sandra-Lindner_f__r_Classicon-www.classicon.com_Foto_Mark_Seelen.jpg

Gläserne Zukunft

Glas ist wieder im Kommen – für Leuchten, Geschirr, Vasen, Dekoratives. Neue Techniken und altes Handwerk verbünden sich mit neuen Formen zu interessanten Objekten und sogar Möbeln.
Wer denkt, alle Formen müssten da schon gedacht, alle Ideen in den vergangenen Jahrhunderten längst umgesetzt sein, wird erstaunt feststellen, dass beim Glas Innovatives bis heute exzellent funktioniert. Man nehme nur Christoph Böninger und seine Glaskörbe für Auerberg: Drahtkörbe aus Namibia werden von Glasbläsern im Bayerischen Wald „ausgeblasen“. Die Technik stammt aus dem Mekka der Glasbläserkunst, von der venezianischen Insel Murano. Das Glas füllt den Drahtkorb und verbindet sich mit ihm zu einer Skulptur, die als Schale oder Vase dient. Bei Curiousa & Curiousa werden verschiedenfarbige und -gestaltige Glasformen zu höchst ästhetischen Pendelleuchten gestapelt, und die zeitgenössischen flow(t)-Lüster von Nao Tamura aus in Reihen hängenden Glasskulturen für Wonderglass spiegeln das Licht und die faszinierende Verbindung von Wasser und Oberfläche in Venedig wieder. Blown von Samuel Wilkinson für &tradition ist einerseits mundgeblasen, andererseits wird die äußere Struktur bis ins letzten Detail der Facetten mit Hilfe von 3-D-CAD-Programmen ins Glas geschliffen, um eine perfekte Verteilung des Lichts zu erreichen. Die Holländer Scholten + Baijings haben in Kooperation mit den tschechischen Experten von Verreum schlicht-perfekte Chromos-Karaffen und -Wassergläser in den für sie typischen pastelligen Farben entworfen, und auch Mathias Hahn hat mit "Preserves" und "Louche" exzellente Serien moderner Glasobjekte gestaltet. Klassisch schön die runden Bocci-Leuchten, die gerne, zu Bündeln zusammengefasst, traubenartig von der Decke hängend eingesetzt werden nicht unähnlich den Meltdown-Leuchten von Johan Lindsten für Capellini. Witzig die Moulds-Leuchten aus Holz und Glas von janandhenry oder die Garderobenhaken Bulb von Kaschkasch, strahlend der neue Lüster RondoFano von Isabel Hamm für Buschfeld, atemberaubend die Glas-Skulptur Be Careful von Sabine Delafon und beeindruckend Christopher Jenners Cluster mundgeblasener gläserner Leuchten, deren Form er Mailänder Straßenlaternen aus dem 19. Jahrhundert nachempfunden hat. Dass Glas auch im Möbelbau mehr kann, als nur hölzerne Tischplatten ersetzen, zeigt beispielhaft die Bricola Collection von alcarol, bei der Glas und Holz aus alten venezianischen Stützpfählen kombiniert werden. Die Brüder Ronan & Erwan Bouroullec fassen für ihre Bank Diapositive (Glas Italia) farbiges Glas vorsichtig mit Holz ein, und auch Ron Gilad, einer der Vorreiter des israelischen Designs, schafft es Holz und Glas dezent zu vereinen. Seine Sublimazione genannten Hybrid-Tische für Glas Italia bestehen aus mit hauchdünnem, transparentem Furnier belegtem Glas. Die Leichtigkeit von Glas und die Seriosität von Holz werden hier genial kombiniert. Ähnlich der Bell Couchtisch von Sebastian Herkner für Classicon, bei dem der Tischfuß aus farbig-transparenten Glas eine schwere Metallplatte fast zum Schweben bringt. Ebenfalls bei Classicon: der Tisch Bell aus mundgeblasenem Glas mit Kupfer-Füßen.
Zurück
Alle Anzeigen
Weiter
Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen. Weitere Informationen.
Bitte warten